Storchenbericht 2016

 

- Kreis Segeberg -

 

Storchenankunft

 

Bereits am 6. Februar traf der 1. Storch, sehr wahrscheinlich Westzieher aus Spanien, auf dem Horst in Hegebuchenbusch ein. Die über die Ostroute ziehenden Störche waren dieses Jahr witterungsbedingt spät an ihren Brutstandorten eingetroffen.

 

Brutstandorte und Bruterfolg

 

An den nachfolgend aufgeführten Orten im Kreis Segeberg haben sich dieses Jahr wildlebende Storchenbrutpaare niedergelassen, in Klammern ( ) die Zahl der aufgezogenen Jungen: Alveslohe(3), Armstedt(1), Bark(3), Bebensee(0), Bimöhlen(1), Blunk(2), Damsdorf(1), Föhrdenbarl(1), Fredesdorf(2), Geschendorf(0), Groß Kummerfeld(0), Hagen(1), Hüttblek(0) Itzstedt(1), Kayhude,Wiesenweg(1), Kisdorferwohld SE Str(1), Kükels(0), Lentföhrden(0), Mielsdorf(0), Mözen Landcafe(3), Naherfurth Moorweg(2), Schmalfeld(3), Seth Moorweg(2), Seedorf(1), Struvenhütten Deich(1), Struvenhütten Mühlenstr(2), Sülfeld(2), Tensfeld(4), Todesfelde(4), Voßhöhlen(2), Wakendorf II(2), Weddelbrook Spedition Boyens(3)

 

Bedingt durch die späte Ankunft der Ostzieher, wie in Geschendorf, Groß Kummerfeld und Mielsdorf ist der Bruterfolg ausgeblieben. Als weiteren Grund für den schlechten Bruterfolg in diesem Jahr sind Nilgänse zu nennen, die in Hartenholm, Bebensee und Kükels den Storchenhorst besetzt haben. In Lentföhrden haben Fremdstörche das Gelege zerstört. In Armstedt, Bark, Bimöhlen, Damsdorf und Fredesdorf wurden insgesamt 8 Jungvögel frühzeitig aus dem Nest geworfen. Starker Regen hat den Bruterfolg bei dem in Hüttblek neu angesiedelten Brutpaar zunichte gemacht. Auch in Blunk wurde ein durch Nässe unterkühlter Jungvogel aus dem Nest geworfen. Insgesamt haben die wildlebenden Störche an 32 Standorten 49 Junge aufgezogen ( Vj 34 Brutpaare, 74 Junge), der Bruterfolg liegt somit bei 1.53 (Vj 2.18), die Jungtierverluste von 12 Individuen im Verhältnis zu 61 geschlüpften Jungvögeln bei 19.6% (Vj 6,7%)

 

An den fütterungsabhängigen Standorten in Hitzhusen und dem Wildpark Eekholt haben dieses Jahr 33 bzw. 9 Brutpaare 48 bzw. 19 Jungvögel großgezogen

 

Besondere Ereignisse

 

Erfreulich in diesem Jahr ist der Bruterfolg mit 4 flügge gewordenem Jungen in Tensfeld und Todesfelde und der der Dreierbruten in Alveslohe, Bark, Mözen, Schmalfeld und Weddelbrook. In der Mühlenstr. in Struvenhütten hat es, obwohl Fremdstörche das erste Gelege zerstört hatten, eine anschließende erfolgreiche Brut und Aufzucht von 2 Jungvögeln gegeben. Am 11. Und 26.Juli sind in Struvenhütten-Deich und Bark jeweils ein Jungvogel aus dem Nest gefallen, beide unverletzt, nach 14 Tagen im Wildpark Eekholt ausgewildert. Der Wildpark Eekholt hatte bei dem Jungstorch aus Struvenhütten Streifen im Gefieder festgestellt, die als Anzeichen von Unterernährung gedeutet worden sind. In Wakendorf II haben Ende April Hubschrauberrundflüge über dem Horst einen Storch vertrieben, der glücklicherweise nach 1 Woche zurückgekehrt ist. Die Brut verlief erfolgreich. In Fahrenkrug haben Ende April Kolkraben einen Einzelstorch vertrieben. In Todesfelde sorgte Ende Mai ein über dem Horst schwebender motorangetriebener Gleitschirm für Unruhe.

 

In Hüttblek hat sich endlich nach 12 Jahren ein Brutpaar ansiedeln können, nachdem der Horst die Jahre zuvor von Nilgänsen besetzt worden ist. Leider haben die beiden spät geschlüpften Jungen infolge starken Regens und Unterkühlung Ende Juni nicht überlebt.

 

Danksagung

 

Mein besonderer Dank gilt allen örtlichen Storchenbetreuern für die gute Zusammenarbeit, der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg für die Reinigung der Storchenhorste, der Familie Schoen aus Hitzhusen und dem Wildpark Eekholt für die Unterstützung meiner Aktivitäten.

 

Holger Möckelmann, d. 18.11.2016