Von den Störchen werden während der Brutsaison immer wieder achtlos in der Landschaft liegender Müll in die Nester eingetragen. Von Plastikteilen über Angelschnüre, Bindegarne, Stricke, Arbeitshandschuhe, Weidezaundrähte, Zeltplanfetzen, Kinderspielzeug, Gummibänder, Zeitungsseiten, alles wurde schon in den Nestern gefunden.
Plastikfolien verhindern den Abfluss des Regenwassers, es bildet sich bei starkem Regen in der Nestmitte eine Wasserlache. In dieser Zeit kann sehr schnell die gesamte Brut an Unterkühlung sterben.
Verhakt sich ein Küken mit den Zehen in Bindegarn, kann dies zu Abschnürungen und anderen schlimmen Verletzungen führen.
Deshalb ist es sinnvoll, vor Rückkehr der Störche aus dem Winterquartier eine Nestkontrolle durchzuführen. Dabei wird die über Winter gewachsene Grasnarbe mit dem Spaten abgetragen, dann das darunter befindliche Nistmaterial aufgelockert und drainiert, eventuell gefundene Fremdkörper entfernt und mit kleinen Stöcken, Schredder, Holzwolle, etc. wieder aufgefüllt.
So wird die Wahrscheinlichkeit eines Bruterfolges wesentlich erhöht.
Achtlos in der Landschaft liegende Heuballenwickelfolie, 3,20 m lang und bis 50 cm breit wurde von den Störchen zur Auspolsterung ihres Nestes eingetragen. Der gefaserte Strick ist 4,00 m lang. Diese Folie lag wie ein gedecktes Tischtuch im Nest. Bei Nässe kann hier des Wasser nicht im Nest versickern, die Jungstörche verklammen und sterben.
Weißstörche in Schleswig-Holstein
