Über uns

Teilnehmer der Jahrestagung "AG. Storchenschutz im NABU" ; Foto: Volker Steinhagen, 25.09.11 Teilnehmer der Jahrestagung "AG. Storchenschutz im NABU" ; Foto: Volker Steinhagen, 25.09.11

In der "Arbeitsgemeinschaft Storchenschutz im NABU" sind in Schleswig-Holstein ca. 20 ehrenamtliche Storchenfreunde organisiert.

Unter "Gebietsbetreuer S-H." sind alle ehrenamtlichen Kollegen mit ihrem zuständigen  Betreuungsgebiet aufgeführt.

Über mich

Foto: Harald Kannhäuser, 2010 Foto: Harald Kannhäuser, 2010

Jörg Heyna

Ehrenamtlicher Weißstorchgebietsbetreuer, zuständig in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg.

Ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland.

 

Meine Tätigkeiten:

1. Kontaktpflege mit örtlichen Nestbesitzern.

2. Bergung und Transport verunglückter Vögel. 

3. Veranlassung von Schutzmaßnahmen an ungesicherten Strommasten.

4. Erstellung jährlicher Brutstatistiken.

5. Beringung der Jungstörche.

6. Ablesen beringter Störche und Meldung an die Vogelwarte.

Wie alles begann:

Als Jugendlicher verbrachte ich immer bei Verwandten die Sommer- und Herbstferien auf einem Bauernhof in Hollingstedt, Kreis Dithmarschen. Ich durfte mit aufs Feld zum Grasmähen für die spätere Heuernte. Immer liefen Störche hinter dem Traktor her und sammelten fleissig Nahrung. Ich konnte aus ca. 5 m Entfernung beobachten, wie sie ohne Scheu (solange der Trecker fuhr) in der Nähe waren. Wo sie nisteten, das wusste ich nicht.

Zeitsprung: Erst im Jahr 2000 kam ich wieder mit den Störchen in Kontakt, denn meine Tochter und der Sohn von Rolf Zietz hatten sich kennengelernt. Rolf Zietz engagiert sich seit 1978 im Weißstorchschutz und ist Gebietsbetreuer im nördlichen Teil des Kreises Dithmarschen. Eines Tages fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm zusammen ein Storchennest zu bauen. Ich bejahte und wir unterhielten uns bei der Arbeit über alles mögliche rund um die Störche. Ich fand das alles sehr faszinierend, begleitete ihn auf seinen Rundtouren zu den Storchennestern und deren Nestbesitzern. Ich schaute, wie er die Nester vor der Brutsaison von Grasbewuchs und von den Störchen eingetragenen Fremdkörpern beseitigte. Später begleitete ich ihn, wenn er die Jungstörche beringte und schaute genau zu. Der Storchenvirus hatte mich endgültig befallen. Ich kaufte mir ein Spektiv mit dem ich die Vögel besser beobachten konnte, denn ich wollte jetzt auch bei beringten Störchen die Ringnummer ablesen, um deren Alter und Herkunft zu erfahren. Eines Tages fragte mein Kollege Georg Fiedler, Gebietsbetreuer der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, ob ich den Kreis Nordfriesland betreuen möchte. Ich sagte erfreut zu, denn jetzt hatte ich ein eigenes Aufgabengebiet. Ich erwarb 2005 eine Erlaubnis zur Beringung von Weißstörchen in Schleswig-Holstein und seitdem erhalten die Nestlinge im Alter von ca. 4-5 Wochen einen Ring. Durch das Ablesen beringter Störche kamen auch Kontakte in andere Bundesländer sowie nach Dänemark, Schweden, Niederlande, Spanien und Frankreich zustande.

Mein herzlicher Dank gilt Rolf Zietz und Georg Fiedler, die es mir ermöglichten, den Weißstorch so intensiv zu erleben und zu begleiten.