Jürgen Prahl, Finkenstieg 14, NABU Ortsgruppe, 25335 Elmshorn, Tel. 04121- 20164

 

Kurzbeschreibung der Storchenaktivitäten für die Kreise Pinneberg und Steinburg in 2011

 

Hetlingen, Grüner Damm, am 1. März der erste Storch eingetroffen.

Idenburg (Hetlingen 1)   28.02.2011, ein Storch flog auf das Nest. 03.03.2011, ein Storch am Hausteich.

10.03.2011 Anruf von Hans- Martin Kühl : im Bereich Hohenfelde / Halenbrook sind auch die ersten Störche eingetroffen. Es halten sich derzeit vier Störche dort auf, die aber zur Zeit noch keine Nestbindung erkennen lassen.

14.03.2011 Vaale, bei Ristow jetzt 2. Storch da.

18.03.2011 Sommerland-Grönland, seit dem Wochenende ist der 2. Storch angekommen.

03.04.2011 Nutteln, seit dem 14. März war immer mal wieder ein Storch auf dem Nest. Seit dem 3. April sind es nun 2 Störche und sie sind "in allen Belangen fleißig".

13.04.2011

Holstenniendorf bisher n.b. (nicht besetzt) Christinental bei Schenefeld bisher n.b.
Schenefeld Poggenpohl bisher n.b. Wacken bisher n.b. Besdorf (uraltes Nest) wie in den letzten Jahren n.b.

17.04.2011 Seeth- Eekholt.

Auf einem reetgedeckten Haus am Rande des Geestausläufers soll auf dem Giebel möglichst ein Storchennest aufgebaut werden. Nach einem Info Austausch habe ich mir die Situation angesehen. Das Wohngebäude liegt am südlichen Dorfrand mit Blick in die Niederung. Von etwa SO nach NW verlauft in etwa 800 Metern eine 110 KV Leitung. OW vom Haus verlauft eine 20 KV Leitung mit stehenden Isolatoren. Steinfurth 027 und Hüttenkoppel 021 ist die Bezeichnung des Mastes mit Mastkopfschaltanlage. Die Masten stehen fluggünstig vom möglichen Neststandort als erster Ansitz.

Gegenuber den Bewohnern habe ich meine Bedenken geäußert, hier ein Nest zu errichten. Nachfragen bei EON Hanse und den Stadtwerken Elmshorn ergaben keine Klärung der zukünftigen Eigentumsverhältnisse der Leitungsführung und damit der Trasse. Somit ergab sich auch keine Zuständigkeit für eine mögliche Entschärfung der stehenden Isolatoren. Es muß wohl zunächst nur abgewartet werden.

31.05.2011 Münsterdorf, Mühlenstraße. Seit einigen Tagen sind ein und teilweise zwei Storche in der Gegend, die möglicherweise ein Nest zum Brüten suchen. Wie kann den Störchen geholfen werden ?

Der Aufenthaltsort befindet sich ziemlich im Dorfzentrum neben der Schule, didaktisch also günstig gelegen. Nördlich des Ortes befindet sich die ausgedehnte Störniederung mit angrenzenden Feuchtwiesen. Richtung östliches Dorfende befindet sich eine Wiese in Hanglage in Richtung Niederung, die ein Storchennest gut vertragen könnte. Die weite Vorgehensweise soll innerhalb der Dorfpolitik geklärt werden. Nestbauunterlagen wurden per Mail übersandt. Von weiteren Aktivitäten ist nichts bekannt geworden.

08.06.2011 Kellinghusen. Dort soll wegen der unklaren Verhältnisse mit dem bekannten Nest ein Neuer Neststandort Richtung Störniederung aufgebaut werden. Material wurde gestellt, nur technische Daten fehlen. Da es mit dem vorhandenen Nest schon langer Schwierigkeiten wegen betreten des Grundstück`s gibt wurde eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Das vorhandene Nest befindet sich auf dem alten Schornstein einer ehemaligen Räucherei. Der Unterbau sieht nicht mehr instandhaltungsmäßig stabil aus und müsste wohl einmal ausgebessert werden. Alle nötigen Aktivitäten sollen vor Ort eingeleitet und umgesetzt werden, lediglich die nötigen technischen Infos werden benötigt, die übersandt wurden. Weiteres bleibt abzuwarten.

Auch der neue Neststandort in Neuenbrook West wurde bei dieser Gelegenheit mit gesucht. Das stellte sich wegen unklarer Angaben als schwierig heraus. Das Mastnest befindet sich neben einem Hofgelände im Hinterhof und war selbst den weiteren Nachbarn bisher nicht aufgefallen. Da ein Storch auf dem Nest sitzt konnte von einer Brut ausgegangen werden.

Es wurden die   Daten ausgetauscht und die weitere Entwicklung ist abzuwarten.

Aus Hodorf kam ein Anruf, dass die Störche auf dem Mastnest möglicherweise nicht mehr brüten, sondern nur noch auf dem Nest stehen. Ein Abstecher dorthin bestätigte die Vermutung. Allerdings bleibt unklar welche Umstände zum Abbruch der Brut geführt haben.

15.07.2011 Sommerland-Grönland. Das Nest droht vom Schornstein runterzukippen. Bei Ortsbesichtigung wurde festgestellt, dass der Unterbau eingebrochen ist und das Nest nach Osten rüber abzurutschen droht. Das Nest sieht schon sehr merkwürdig aus mit einer Schieflage von ca 45 grd. Da die drei vorhandenen Jungstörche aber schon beinahe flügge sind ( ca drei Tage noch bis zum Ausflug) und noch weiter gefüttert werden, besteht derzeit kein Grund und keine reale Möglichkeit zum Einschreiten. Jede Aktivität in Nestnähe würde die Jungen zum vorzeitigen Verlassen des Nestes provozieren. Diese Umstände wurden auch mit den Nachbarn besprochen, da die Eigentumsverhältnisse derzeit durch einen Todesfall unklar sind. Im Einvernehmen mit der örtlichen Feuerwehr und den Nachbarn wurde die weitere Vorgehensweise analysiert und Lösungsvorschläge gemacht. Es muss noch die Materialbeschaffung geklärt werden.

Das schon vorhandene neue Mastnest am östlichen Ortseingang ist nach Inaugenscheinnahme aus statischen Gründen keine Alternative.

Bei dieser Gelegenheit wurde eine kurze Bestandsaufnahme in der weiteren Umgebung gemacht und die Zahl der Jungen gezahlt

Heisterende 3, später wurde die Brut aufgegeben. Osterhorn 0. Bokel 3. Wrist 0, aber häufiger Schlafplatz. Sarlhusen 2. Auufer 2. Neuenbrook HPo. Heisterende 0.

01.10.2011 Lohbarbek. In der Niederung befindet sich ein 20 KV Mast, der eine Gefährdung für Großvögel darstellt, bisher zwei verunglückte Tiere. Hier steht ein Besuch noch aus.

17.11.2011 Sommerland-Grönland.

Anruf von H.-M. Kühl, das abgerutschte Nest auf der ehemaligen Bäckerei Witt ist mit Unterstützung der örtlichen freiwilligen Feuerwehr und interessierten Nachbarn nicht nur gerichtet, sondern fachgerecht neu aufgebaut worden, Der Unterbau wurde dazu teilweise abgetragen, die Bodenplatte gerichtet und eine Luftschicht unter dem Nest gelassen, damit keine Staunässe entsteht. Darüber wurde auch in den Elmshorner Nachrichten berichtet.