Arbeitsgemeinschaft Storchenschutz Schleswig-Holstein, Kreis Segeberg
Betreuer: Holger Möckelmann, Wohldweg 5, 24558 Henstedt-Ulzburg,
Tel. 04193/ 9 51 26 E-Mail: NABU.Kisdorferwohld@online.de
Storchenbericht 2011
Horstreinigung
Im März hat wie im Vorjahr die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg an neun Standorten im Umkreis von Bad Segeberg die Storchenhorste gereinigt. Die E.O.N Hanse hat für die Horstsanierung an
der Hauptstraße in Oering einen Hubwagen zur Verfügung gestellt.
Errichtung neuer Masthorste
Die Aufstellung von Masten mit einer Nisthilfe für Störche in den Orten Itzstedt, Kisdorferwohld, Mözen, Oering und Wakendorf II zeigt, dass ein großes Interesse der Bürger da ist, in deren
Umgebung Storchenpaare anzusiedeln
Standorte
An 31 Standorten des Kreises haben sich sowohl die Brutpaare des Vorjahres, als auch
neue Störche niedergelassen . Die neu mit Brutpaaren besetzten Storchenhorste befinden sich in Geschendorf, Itzstedt, Kattendorf, Kisdorferwohld, Mielsdorf und Sülfeld.
Storchenankunft
Zu unterschiedlichen Zeiten kehrten die Störche zu ihren angestammten Horsten zurück. Der erste aus seinem Winterquartier in Spanien kommenden Vögel war schon am 1.März an seinem Brutstandort
angekommen.
Die aus Afrika über die Ostroute zurückkehrenden Störche waren in diesem Jahr zum Teil mit Verspätung an Ihrem Ziel angekommen und haben somit spät oder gar nicht mit der Brut begonnen
Witterung und Nahrungsangebot
Bis Ende Mai herrschte extreme Trockenheit. 13 Störche sammelten sich zu dieser Zeit auf Wasserlachen von Abdeckplanen der Mülldeponie in Damsdorf. Anfang Juni setzte eine
langandauernde Regenzeit ein, die den Altstörchen und den schon älteren Jungstörchen ein ausreichendes Nahrungsangebot bot.
Der viele Regen machte den noch kleineren Jungstörchen zu schaffen. Fünf der 15 toten Jungvögel
starben wegen zu viel Nässe
Beringung
Wissenschaftliche Storchenberingung dient der Erfassung des gesamten Lebenslaufs eines Storches.
Am 20.Juni wurden in Todesfelde 1 männlicher Altstorch, der von dem örtlichen Storchenhorstbetreuer ,Herrn Laffrenzen auf den Namen „Jörg“ getauft wurde, und 3 Jungstörche beringt.
In Fredesdorf und Kükels waren es 3 und in Groß Kummerfeld 4 Jungstörche, die von dem Storchenberinger Jörg Heyna gekennzeichnet wurden.
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg hat mit ihrem Fahrzeug auch diese Aktion hilfreich unterstützt.
Brutergebnis
Von 31 Brutpaaren hatten 23 Paare mit 65 Jungen eine erfolgreiche Brut.
8 Storchenpaare waren ohne Bruterfolg :
In Itzstedt und Kisdorferwohld und Hagen haben die Störche bedingt durch die späte Rückkehr aus dem Winterquartier in Afrika gar nicht erst angefangen zu brüten.
In Kattendorf sind die 3 Jungtiere mit großer Wahrscheinlichkeit an durch Schimmelpilze ausgelöste Lungenentzündung gestorben.
In Stuvenborn hat es Storchenkämpfe gegeben.
In Mözen, Weddelbrook(Redeker) und Bissenmoor sind die spät geschlüpften Jungstörche hauptsächlich wegen zu viel Nässe gestorben.
In 2010 brüteten alle 24 Storchenpaare erfolgreich mit 62 Jungen
Schlußbetrachtung
Das Jahr 2011 hat gezeigt, daß die Witterung neben der Landbewirtschaftung ein entscheidener Faktor für eine erfolgreiche Brut der Störche ist. Es bleibt zu hoffen, daß die in diesem Jahr neu
angesiedelten Störche in Kisdorferwohld und Itzstedt im nächsten Jahr dort brüten werden.
Die Gemeinden sind aufgefordert den Lebensraum für den Weiss-Storch zu verbessern.
Weißstörche in Schleswig-Holstein
