Foto: Jörg Heyna, 07.06.2011 Foto: Jörg Heyna, 07.06.2011

Das Mastnest an der Westerstrasse besteht seit 1981. Davor gab es bei Familie Kindt ein Reetdachnest.

Brutvogelmännchen von 2007-2011 ; Foto: Jörg Heyna, 22.02.2012 Brutvogelmännchen von 2007-2011 ; Foto: Jörg Heyna, 22.02.2012
Brutvogelmännchen von 2001-2006 ; Foto: Jörg Heyna, 10.05.2007 Brutvogelmännchen von 2001-2006 ; Foto: Jörg Heyna, 10.05.2007

2007 : Ablesung "DEW 3X451" in Medina-Sidonia, Spanien am 09.09.

2008 : Ablesung "DEW 3X451" in Eekholt am 20.06.

2009 : 13.5., 1 Küken tot abgeworfen. Bei Beringung am 8.6. ein Ei gefunden.

          Ablesung "DEW 3X451" in Linden-Pahlkrug, Wittbek, Fresendelf und Delve.

2010 : 1 Küken tot abgeworfen und Jungstorch 7X002 Ende Juni im Nest verendet. "DEW 3X451" ist erstmalig Brutvogel mit 3 Jungen in Bergenhusen, Nest Dehn. 5X150 wurde im August in St.Peter-Ording mit weiteren fremden Jungstörchen gesichtet. 7X001 erlitt am 5.9. in Petershagen eine irreparable Unterschenkelfraktur und wurde am 06.09. in der Wildtierstation Sachsenhagen eingeschläfert. "DEW 3X451" wurde am 27.09. in Laguna de Meco bei Madrid, Spanien gesichtet und ist seit 2010 Brutvogel in Bergenhusen.

2011 : Nach 21 Jahren mal wieder eine 5èr Brut. 4 Jungstörche flogen hier aus, der 5. Jungstorch wurde über die Auffangstation Bergenhusen ausgewildert. 9X456 wurde im Börmer Koog + 9X457 in Belgien + Frankreich gesichtet. Am 22.10. erfolgte eine Nesterneuerung.

2012 : Am 20.02. wurde das Brutvogelmännchen 1X718 tödlich verletzt in Nähe der Tankstelle Platenhörn an der B5 gefunden. Ein neues, beringtes Männchen fand sich ein. Er war 2011 noch Brutvogel in Kleve, Dithmarschen. Dieser Storch "Nick" benannt, trägt zusätzlich einen GPS-Sender, diesen erhielt er 2011 in Schlichting, Dithmarschen.

  2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Ank.Männchen 15.03. 16.03. ÜW ÜW ÜW 13.02. 08.02. 15.03.
Ring 1A30 1A30 1X718 1X718 1X718 1X718 1X718 1X049
Ank.Weibchen 15.03. 16.03. ÜW ÜW ÜW 13.02. 08.02. 17.02.
Ring nein nein nein nein nein nein nein  nein 
Brutbeginn n.b. n.b. n.b. n.b. 23.03. 28.03. 29.03. 03.04.
Schlupf n.b. n.b. 27.04. 04.05. 25.04. 05.05. 01.05.  
Beringung 06.06. 12.06. 04.06. 02.06. 08.06. 07.06. 07.06.  
Ringnr.Jst.1 3X412 3X451 3X854 3X970 5X104 5X150 9X456  
Ringnr.Jst.2 ---- 3X452 3X855 3X971 5X105 7X001 9X457  
Ringnr.Jst.3 ---- 3X453 ---- 3X972 ---- 7X002 9X458  
Ringnr.Jst.4 ---- ---- ---- ---- ---- ---- 9X459  
Ringnr.Jst.5 ---- ---- ---- ---- ---- ---- 9X460  
Abflug Jst. n.b. n.b. 02.08. 15.08. 08.08. n.b.
n.b.   
Abflug Altst. n.b. n.b. ÜW ÜW ÜW ÜW  ÜW   

Quelle: Anke + Manfred Kindt, Seeth.

Foto: Harald Kannhäuser, 07.06.2010 Foto: Harald Kannhäuser, 07.06.2010

Brutstatistik : 1981 - 2011, 75 Jungstörche ausgeflogen.

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
HPm 4                  
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
HPm 4 HPm 2 HPm 3 HPm 3 HPm 1 HPm 3 HPm 2 HPm 3 HPm 2 HPm 2
1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000
HPm 2 HPm 4 HPm 2 HPm 4 HPm 2 HPm 2 HPo HPm 3 HPm 3 HPo
1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990
HPo HPm 1
HPm 3
HPm 2 HPm 3
 HPm 2 HPm 2 HPm 4
HPm 3
HPm 5
Foto: Harald Kannhäuser, 2010 Foto: Harald Kannhäuser, 2010

Seeth hat das älteste Storchennest mit dem höchsten Bruterfolg in Nordfriesland.

 

Seeth, zwischen den Flüssen Eider und Treene gelegen, ist ein Dorf südöstlich von Friedrichstadt und besitzt das älteste bewohnte Storchennest im Kreis Nordfriesland.

 

Früher war es hier das reinste Storchenparadies, gab es doch Nahrung in Hülle und Fülle für mindestens 7 Brutpaare, die auf Reetdächern, Schornsteinen und Masten nisteten. Ab 1990 ist nur noch das Nest auf einem Betonmast bei Familie Kindt in der Westerstrasse jährlich besetzt.

 

1981 erfolgte die Neuansiedlung und im darauffolgenden Jahr flog erstmals ein Jungstorch aus. Das beste Brutergebnis gab es 1990, es verließen 5 Jungstörche das Nest. Das hat es erst 2011 an gleicher Stelle wieder gegeben. Dieser Brutplatz hält auch den Rekord mit 70 ausgeflogenen Jungen in 30 Brutjahren, also 2,33 Junge pro Jahr.

 

Erstmals wurde 1991 ein beringter männlicher Brutstorch, „Helgoland 621A“ vom damaligen Gebietsbetreuer Georg Fiedler mit einem Spektiv, einem bis zu 60-fach vergrößerndem Fernrohr abgelesen. Dieser Storch beteiligte sich auch 1992 an der Brut, jedoch ein Jahr später folgte „Helgoland 632P“ mit der neuen Brutstörchin „Helgoland 775F“.

Auch 1994 war das beringte Männchen vom Vorjahr wieder da und zog mit einer unberingten Störchin 4 Junge groß.

 

Seit 2001 kommt jetzt regelmäßig ein dänischer Brutstorch, um seine Jungen mit einem unberingtem Weibchen aufzuziehen. Es ist „Copenhagen 1A30“, er trägt links unten einen Aluminium-Ring und wurde am 1.7.1997 in Fovslet bei Kolding beringt.

 

Auch 2005 kamen die beiden Altstörche Mitte März aus dem Winterquartier, höchstwahrscheinlich waren sie auf der iberischen Halbinsel, wie die Ankunftszeit vermuten lässt. Vorher reduzierte „Storchenvater“ Jörg Heyna die Nesthöhe von inzwischen angewachsenen 1 Meter um die Hälfte. Das war auch dringend erforderlich, denn Stare hatten seitlich schon 4 lange Gänge ins Nest gebaut, es wären sonst bei Sturm und Regen Teile des Nestes seitlich weggebrochen.

 

Jungstörche werden jetzt mit einem neuen, ca. 11 Gramm leichten Kunststoffring versehen. Mit Hilfe der freiwilligen Feuerwehr Seeth und des gemeindeeigenen Leiterwagens konnte „Storchenvater“ Jörg Heyna den diesjährigen Jungstorch mit dem Helgoland-Ring „DEW 3X412“ versehen. Die Ablesung des Ringes liefert wertvolle Daten, die wissenschaftlich von der Vogelwarte Helgoland ausgewertet werden.

 

Der Ableser und auch der Beringer erhält eine Nachricht über den Fund- bzw. Beringungsort. So entsteht mit den Jahren ein interessanter Lebenslauf über Bruterfolg, Brutpartner, Neststandorte und Zugwege, denn ein Storch kann mit viel Glück 20 Jahre alt werden.

 

Vorher ; Foto: Jörg Heyna, 22.10.2011 Vorher ; Foto: Jörg Heyna, 22.10.2011
Hinterher; Foto: Jörg Heyna, 22.10.2011 Hinterher; Foto: Jörg Heyna, 22.10.2011